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Geld sparen im Haushalt: 5 Tipps um aktiv Strom zu sparen

1. Strom senken beim Wäsche waschen

Stromspartipps für deine Waschmaschine:

  1. Verwende immer eine volle Waschtrommel, denn eine halbe Ladung braucht genau soviel Strom wie eine volle.
  2. Viele Waschmaschinen haben eine ½ Ladungtaste, mit dieser Funktion brauchst du noch immer mindestens 75 Prozent an Strom und Wasser, weil eine gewisse Grundmenge an Wasser und Strom immer benötigt wird.
  3. Die meiste Energie beim Waschen wird für das Aufheizen des Wassers benötigt (ca. 80 Prozent), deshalb verwende so oft wie möglich das Kurz- bzw. Energiesparprogramm (40 °C), das genügt bei normal verschmutzter Wäsche. (spart 5 bis 8 Liter Wasser und 0,2 kWh bis 0,6 kWh Strom pro Waschvorgang)
  4. Bei Kochwäsche genügen 60 °C, da bei dieser Temperatur genauso alle Baktrien abgetötet werden. (spart bis zu 30 Prozent Energie und auch Wasser) Kochwäsche ist nur bei kleinen Kindern und Kranken notwendig.
  5. Je niedriger die Waschtemperatur, desto weniger Strom verbraucht die Waschmaschine.
  6. Das Waschpulver ist heutzutage schon so gut, dass eine Vorwäsche nicht notwendig ist.
  7. Halte die Dosierung des Waschmittels genau ein.
  8. Falls du unbedingt einen Trockner verwenden möchtest, dann sollte die Wäsche immer mit der höchsten Schleuderzahl geschleudert werden. Das Trocknen geht schneller und es wird weniger Strom verbraucht.


Noch ein wichtiger Tipp:
 zu folgenden Uhrzeiten verzeichnen die Stromversorger den größten Stromverbrauch, vermeide deshalb folgende Zeiten zum Wäsche waschen / Wäsche trocknen: Montag am Morgen, wochentags von 9-13 Uhr und von 17-20 Uhr.

Warum?

Spart zwar kein Geld, aber wenn die Strombelastung im Stromnetz gleichmäßig über den Tag verteilt wird, dann müssen nicht immer wieder neue (Atom)-Kraftwerke gebaut werden.

Kaufberatung, falls du mal eine neue Waschmaschine brauchst:

  • Kaufe nur eine Waschmaschine mit Energieeffizienzklasse A. Diese kosten zwar etwas mehr in der Anschaffung, sparen aber langfristig.
  • Wenn möglich, kaufe keinen Waschtrockner, diese haben meist eine schlechtere Energieeffizienzklasse und verbrauchen daher mehr Strom. (sind meist auch störanfälliger)
  • Wenn du eine Warmwasseraufbereitung mittels einer Solaranlage hast, dann lohnt es sich eine Waschmaschine mit Warmwasseranschluss zu kaufen. Das kann sich unter Umständen auch bei anderen Warmwasseraufbereitungen (z. B. Gasdurchlauferhitzer) lohnen, wenn die Leitungswege des Warmwassers kurz und gut isoliert sind.
  • Keine Geräte mit eingebauter Uhr kaufen, da sonst wieder Stand-by Strom anfällt. Waschmaschinen benötigen keine Uhr zum Waschen.
  • In einem 4 Personen Haushalt lohnt sich eine 6 kg Trommel (oder mehr).

2. Wäschetrockner, der Stromfresser

Der Wäschetrockner ist ein richtig gieriger Stromfresser, deshalb verwende ihn nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Lasse die Wäsche lieber von der Sonne und dem Wind, im Garten oder auf der Loggia trocknen. Im Winter kannst du die Wäsche dann im Keller oder in der Wohnung (Bad) trocknen lassen. Das hat den Vorteil, dass die Lüftfeuchtigkeit in den Räumen steigt, denn die Luft ist im Winter sowieso durchs Heizen meist zu trocken.

Leider kann aber in Altbauwohnungen das Wäschetrocknen zur Schimmelgefahr werden. Deshalb solltest du mindestens 3-4 Mal am Tag stoßlüften. (Sonst im Baumarkt einen UHU-Luftentfeuchter zulegen, dieser funktioniert ohne Strom mit einem Granulat)

Falls du den Wäschetrockner trotzdem verwenden möchtest (mit Kinder lässt sich das meist nicht verhindern), hier ein paar Stromspartipps:

  • Beim Wäsche waschen bei der Waschmaschine immer die höchste Schleuderzahl einstellen. Das Trocknen geht dann schneller und es wird weniger Strom verbraucht.
  • Kondens-Wäschetrockner haben einen Auffangbehälter für das Kondenswasser, dieser Wasserbehälter muss regelmäßig entleert werden. Dieses Wasser eignet sich sehr gut statt destilliertem Wasser fürs Dampfbügeleisen. Einfach das Kondenswasser in eine alte Flasche füllen und fürs Büglen sammeln. (Spart teures destilliertes Wasser) Nach dem Trockenvorgang kann man das heiße Kondenswasser des Auffangbehälters auch zum Putzen verwenden (spart Warmwasser).
  • Kontrolliere und reinige den Luftfilter (Flusensieb) deines Wäschetrockners nach jedem Trockenvorgang, so erhältst du mehr Trocknerleistung.
  • Wenn du einen Waschtrockner besitzt, dann solltest du nach jedem Trocknergebrauch die Funktion Flusenspülen anwenden.
  • Auch den Trockner solltest du immer vollständig beladen, denn ein halb voller Trockner braucht noch immer zwei Drittel Strom.
  • Achtung: bei einem 5-kg-Waschtrockner kannst du nicht gleich 5 kg trocknen, sondern nur die Hälfte (2,5 kg), sonnst kann der Waschtrockner defekt werden. Das ist nämlich meiner Cousine bei ihrem Miele Waschtrockner passiert. Wenn du unsicher bist, schaue unbedingt nochmals in die Bedienungsanleitung.
  • Wäsche die noch bügelt wird, braucht nicht schrankfertig getrocknet werden.

3. Beim Kühlen Strom sparen

Der Energieverbrauch eines Kühlschranks hängt stark von der Umgebungstemperatur ab. Deshalb sollte der Kühlschrank niemals neben dem Herd, einer Heizung oder im direkten Sonnenlicht stehen. Falls er doch neben dem Herd steht, kannst du eine Isolierplatte zwischen Herd und Kühlschrank montieren.

Wenn du eine Gefriertruhe besitzt, dann sollte der Aufstellungsort, wenn möglich, am kühlsten Ort im Haus stehen. (z. B. Keller) 1 °C Umgebungstemperatur weniger spart 6 % Stromkosten im Jahr. (gilt auch für den Kühlschrank)

Der Kühlschrank und die Gefriertruhe gehören 2-Mal im Jahr abgetaut, dann kühlen sie wieder effektiver, als mit einer dicken Eisdecke.

Achte darauf, dass die Kühlgeräte einen Mindestabstand von 5 bis 10 cm zur Rückwand haben, dann funktioniert der Wärmeaustausch besser. Zweimal im Jahr solltest du auch den Wärmetauscher an der Rückseite deines Kühlschranks mit einem Staubsauger absaugen. Zu viel Staub wirkt wie eine Isolierschicht, aber vorher den Stecker ziehen.

Der Kühlschrank sollte auch Urlaub machen, wenn du verreist. Deshalb rechzeitig vor deinen Ferien abtauen.

Das A und O im Kühlschrank ist die Ordnung, denn das erspart dir das Suchen von Lebensmitteln. Je länger die Kühlschranktür offen ist, desto mehr erwärmt sich der Innenraum und dann braucht er wieder mehr Energie.

Die Kühlschranktür immer nur kurz öffnen.

1 Mal im Jahr gehört die Gummidichtung deines Kühlschrankes auf Dichtheit überprüft. Am besten abends eine Taschenlampe einschalten und in den Kühlschrank legen. Im Dunkeln siehst du dann, ob aus dem Gerät ein Licht scheint. Sollte ein Licht zu sehen sein, dann rentiert sich der Tausch der Gummidichtung auf jeden Fall. Das Wechseln dauert ca. 30 Minuten.

1 Mal im Jahr solltest du auch die Türgummidichtung deiner Kühlgeräte reinigen und etwas mit Talkpuder einreiben. Der Gummi bleibt dann geschmeidig und dichtet besser.

Warme Speisen immer vorher auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und dann erst in den Kühlschrank stellen.

6 bis 8 °C Kühlschranktemperatur und -18 °C Gefriertemperatur reichen völlig aus. Mit der niedrigsten Stufe werden diese Temperaturen erreicht, zur Kontrolle kannst du auch ein Kühlschrankthermometer verwenden. Jedes Grad weniger Temperatur verbraucht ca. 10 Prozent mehr Strom.

Sparen extrem: Im Winter kannst du in sehr kalten Nächten Kühlakkus oder 1,5 Liter Pet Flaschen gefüllt mit Wasser ins Freie stellen. Am Morgen dann die Akkus oder die gefrorenen Flaschen in den Kühlschrank ins oberste Fach geben. So kannst du die Winterkälte gratis nutzen.

Neukauftipps: Pro Person solltest du bei einem Kühlschrank 50 Liter Nutzinhalt rechnen, d. h. bei einer 4 köpfigen Familie genügt ein 200-Liter-Kühlschrank.

Ein Kühlschrank hat eine Betriebsdauer von 15 Jahren, deshalb lohnt sich die Anschaffung eines A+ (A++) Kühlschranks. Durch den niedrigeren Stromverbrauch rechnet sich der Mehrpreis nach ein paar Jahren. (Der Strom wird schließlich jährlich auch noch teurer).

4. Stromverbrauch senken beim Geschirrspüler

Die Geschirrspülmaschine macht in einem 4 Personen Haushalt bis zu 9 Prozent der Jahresstromrechnung aus. Mit der richtigen Handhabung kannst du damit einiges an Strom sparen.

  • Verwende den Geschirrspüler erst, wenn er voll ist.
  • Auch hier gilt immer das Energiesparprogramm (Kurzprogramm) verwenden. Bei mir dauert der Waschvorgang im Energiesparmodus dann nur 45 Minuten, anstatt 2 Stunden und das Geschirr wird genauso sauber. Zusätzlich verwende ich beim Energiesparprogramm nur denn halben Wasch-Tab. Diesen schneide ich vorher mit einem scharfen Messer in 2 Hälften.
  • Vorspülen des Geschirrs ist nicht notwendig, sondern du brauchst nur die groben Essensreste vom Geschirr entfernten. Töpfe solltest du aber mit der Hand waschen, da sie sehr viel Platz im Geschirrspüler einnehmen. Und wegen dem Topf musst du nicht gleich das ganze Geschirr heiß spülen.
  • Die Geschirrspülmaschine braucht die meiste Energie zum Wasser aufheizen. Normal verschmutztes Geschirr kannst du darum mit 40 °C bis 50 °C anstatt mit 65 °C waschen. Das spart ca. 25 Prozent Strom.

Tipp zum Kauf: Wenn du eine Solaranlage besitzt, dann kannst du auch einen Geschirrspüler mit Warmwasseranschluss kaufen. Der Weg zur Solaranlage sollte aber sehr kurz sein, damit sich das lohnt.

5. Stromspartipps fürs Kochen

Strom sparen mit der Mikrowelle

Der Mikrowellenherd hat keinen besonders guten Wirkungsgrad. Nur die Hälfte der aufgenommenen Stromenergie wird als Wärme im Garraum zur Verfügung gestellt. Aus diesem Grund ist die Mikrowelle nur bei kleinen Portionenund beim Auftauen von Lebensmitteln günstiger als ein Elektroherd.

Wasser, Milch usw. bis zu ½ Liter kannst du in der Mikrowelle günstiger und schneller erwärmen als am Herd.

Kalte Speisen für 1-3 Personen (bis maximal 800 Gramm) wärmst du im Mikro um bis zu 70 Prozent günstiger, als auf der Kochplatte.

Profitipp: Lege tiefgefrorene Speisen rechzeitig zum Auftauen in den Kühlschrank. Damit ersparst du dir den Gebrauch der Mikrowelle und andererseits verbraucht der Kühlschrank wieder weniger Strom, wenn du die gefrorenen Speisen im Kühlschrank auftauen lässt.

Strom sparen mit dem Backrohr

  • Das Backrohr nur vorheizen, wenn es das Kochrezept verlangt. Heißluftbackrohre brauchst du nicht vorzuheizen. Backen ohne vorheizen spart dir 20 Prozent Strom.
  • Wenn du etwas nur kurz aufbacken möchtest, z. B. Gebäck zum Fertigbacken, dann lohnt sich ein kleiner Backofen, denn dieser braucht viel weniger Strom und spart dadurch langfristig. So einen kleinen Backofen bekommst du ab 20.- Euro.
  • Nutze die Nachwärme im Backrohr, indem du z. B. 5-10 Minuten vor Backende das Backrohr abdrehst, damit sparst du bis zu 20 Prozent Energie. Wenn dein Backofen keine Zeituhr hat, dann kaufe dir eine Zeitschaltuhr mit 2 Timer oder 2 Zeitschaltuhren. Eine Uhr stellst du auf die richtige Backzeit und die andere Uhr stellst du 10 Minuten vorher. Wenn die Uhr 10 Minuten vor Backende läutet, stellst du das Backrohr ab.
  • Öffne das Backrohr wirklich nur, wenn es nötig ist (z. B. zum Aufgießen), denn 3-mal öffnen kostet 10 Prozent mehr Strom. Reinige die Scheibe des Backofens regelmäßig, dann siehst du das Backgut besser und brauchst nicht die Tür zu öffnen.
  • Mache Toast nie im Backrohr, sondern kaufe dir lieber einen Toaster, den dieser verbraucht viel weniger Strom. (Kostet 25.- bis 50 Euro)
  • Wenn möglich den Backofen immer voll ausnutzen. Bei Heißluft kannst du mehrere Ebenen parallel belegen, musst aber unter Umständen nach einer Zeit die Bleche gegenseitig austauschen.

Strom sparen mit dem Herd

In einem Familienhaushalt wird sehr viel gekocht, speziell wenn man noch kleine Kinder hat kommt oft frisch gekochtes auf den Tisch. Das merkt man dann spätestens an der Jahresstromabrechnung, denn das Kochen verbraucht im Jahr bis zu 15,5 Prozent an Strom.

Folgende Stromspartipps für den Herd möchte ich dir erläutern:

  • Schalte die Kochplatte erst ein, wenn der Topf darauf steht.
  • Passe deine Töpfe immer ganz genau an die Herdplatte an, denn wenn der Topf nur 1 cm im Durchmesser kleiner ist als die Herdplatte, verschenkst du bis zu 1/3 an Energie.
  • Auf jeden Topf gehört ein Deckel, ohne brauchst du 4-Mal mehr Strom. Am besten eignen sich Glasdeckel, denn dann siehst du gleich, was im Topf los ist. Übrigens, wenn du den Deckel einen Finger breit offen lässt, kannst du ihn gleich weglassen. Dadurch brauchst du genauso viel Strom, als mit ohne Deckel.
  • Nutze die Nachwärme, denn eine Kochplatte kann die Temperatur 5-10 Minuten nach dem Ausschalten noch halten. Wie beim Backrohr schon erwähnt, kaufe dir eine Zeitschaltuhr mit 2 Timer oder 2 Zeitschaltuhren. Eine Zeit stellst du 2-4 Minuten vor Ende ein und schaltest dann die Herdplatte ab,die zweite Uhr stellst du auf die richtige Garzeit.
  • Das Wasser zum Kochen (sieden) sollte nicht wild brodeln, wenn die ersten Perlen aufsteigen siedet das Wasser und du kannst die Temperatur zurücknehmen.
  • So sparst du Strom beim Nudeln kochen: Wasser mit Deckel zum Kochen bringen und dann die Nudeln reingeben. Dann drehe ich die Platte komplett ab und lasse die Nudeln zusätzlich noch ca. 2-5 Minuten länger garen. Dauert zwar etwas länger, sie werden aber trotzdem bissfest. (funktioniert auch beim Reis)
  • Getreide, Bohnen, Reis und Linsen vorher etwas einweichen, du verkürzt damit die Garzeit.
  • Kartoffel und Gemüse beim Kochen nicht im Wasser schwimmen lassen, es reichen 1-2 cm Wasser. Zu viel Wasser beeinflusst den Geschmack und laugt die Vitamine aus.
  • Achte auf die richtige Wassermenge im Topf, dann sparst du bis zu 6 Prozent an Strom. (Nicht zu viel Wasser verwenden)
  • Wenn du viel kochst, dann kaufe dir einen Dampfschnellkochtopf. Dieser kostet zwar etwas mehr in der Anschaffung, du ersparst dir aber 30 – 40 Prozent Energie.
  • Zum Wasserkochen, bis zu 1 Liter, verwendet man am besten einen Wasserkocher (auch für Tee). Das geht schneller und spart Energie. Bei Kleinkindern ist der Wasserkocher sowieso ein wichtiges Küchenutensiel.
  • Kochtöpfe mit unebenen Böden solltest du gegen neue austauschen.

Kauftipps: Ein Gasherd verbraucht viel weniger Energie als ein E-Herd. Wenn du dich doch für einen E-Herd entscheidest, kaufe einen mit Glaskeramikkochfeld. Diese verbrauchen weniger Strom, als ein gusseiserner E-Herd. Halogen- oder Induktionsherde verbrauchen noch weniger Strom, sind in der Anschaffung aber um einiges teurer.