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Direktbanken VS. P-Konto

Direktbanken drehen an Gebührenschraube und minimieren Leistungen

Nachdem bereits schon viel über die P-Konto Gebühren der Fillialbanken geschrieben wurde und diesbezüglich einiges Licht aber auch noch viel Schatten konstatiert werden musste, lohnt sich vielleicht ein Blick auf die Direktbanken.

Ich habe 4 Direktbanken herausgepickt und geschaut, wie es dort mit der Umsetzung des Pfändungsschutzkontos bestellt ist. Im Test sind die Netbank, die Commerzbank-Tochter Comdirect, die IngDiba sowie die DKB Bank.

Um es gleich vorwegzunehmen. Die Ergebnisse sind verheerend. In Schulnoten ausgedrückt haben 3 Banken das Klassenziel nicht erreicht, eine Bank, die DKB Bank, setzt das Pfändungsschutzkonto befriedigend um..

Netbank – Kandidat zum 1. P-Konto Gebührenweltmeister

Die älteste Direktbank Europs ist auch gleichzeitig diejenige, die am kräftigsten bei den Gebühren zulangt. 20 Euro monatliche Gebühr für das P-Konto dürfte rekordverdächtig sein. EC Karte wird eingezogen, auch das Online Banking ist nur mehr eingeschränkt möglich. Der Kunde ist komplett vom Bargeldbezug abgeschnitten, das Konto nahezu nutzlos.

ComDirect – Auch hier wird kräftig zur Kasse gebeten

Auch die Commerzbank-Tochter langt hier mit 10,90€ monatlichen Kosten kräftig zu. Da immerhin die Mutter Commerzbank über ein Fillialnetz verfügt, sind Bar Ein- und Auszahlungen in den Fillialen möglich. Dies ist auch dringend nötig, denn eine EC Karte wird es für P-Konto Kunden keine mehr geben.

IngDiba – kostenlos und wenig Nutzen

Die IngDiba verzichtet auf eine gesonderte P-Konto Gebühr, schränkt jedoch das Online- und Telefonbanking ein und gibt auch keine EC-Karten aus. Von daher ist auch hier keine vernünftige Nutzung des P-Kontos mehr möglich.

DKB Bank – Umsetzung scheint in Ordnung

Die DKB Bank verlangt 5 Euro Monatsgebühr für das P-Konto, die EC Karte darf behalten werden. Online-Banking bleibt weiterhin möglich. Somit bewegt sich der Aufschlag im Rahmen des Üblichen.

Fazit

Zwei Konten kann man mit Fug und Recht als komplett unbrauchbar ansehen. Das wären die der Netbank und die der IngDiba. Für die IngDiba spricht, dass dafür wenigstens nichts verlangt wird. Die 20€ für die Netbank kommentiere ich hier mal lieber nicht. man darf nur eingeschränkt am Online-Banking teilnehmen, bekommt keine EC-Karte darf aber dafür, dass man eigentlich vom bargeldlosen Zahlungsverkehr ausgeschlossen ist, noch kräftig die Geldbörse öffnen. Ob diese Umsetzung so von der Bundesregierung geplant war?
Dass es auch anders geht zeigt die DKB Bank. Im Moment, die einzige, mir bekannte Direktbank, die mit Ihrer Gebühren und Leistungspolitik auf dem Teppich bleibt.

Ich hoffe sehr dass in künftigen Vergleichstests von z.B. Finanztest auch die Umsetzung des P-kontos mit in die Bewertung einfließt. Vielleicht lässt sich so ein Überdenken der Gebührenpolitik erwirken.

7 thoughts to “Direktbanken VS. P-Konto”

  1. Bin eigentlich mit der DKB-Bank recht zufrieden. Bin da schon länger Kunde und wenn es mal Probleme gab, waren die innerhalb weniger Tage gelöst.

  2. Zufrieden macht mich auch die Noris Bank… eigene Filiale in der Stadt… P-Konto 5.-€ Barabhebung mit Kundenkarte (keine ECKarte aber immerhin) Nimmt alle Kunden, auch bei Insolvenz…

  3. Das Kartellamt hat ja bereits ein argwöhnisches Auge auf diese Praxis geworfen. Ein Angebot des ZKA die Maximalgebühr für Fremdkunden auf 5€ zu deckeln wurde bereits zurückgewiesen. Bis Mitte August muss ein neues Angebot vorgelegt werden. Experten gehen von tatsächlichen Kosten von 60ct bis 1€ pro Barverfügung am Automaten aus. Real berechnet werden durchschnittlich zwischen 5 – 6 Euro in Spitzen auch 10 Euro oder nochmehr. Die meisten Direktbanken fangen diese Gebühren ab und geben sie nicht an ihre Kunden weiter. Die DKB Bank macht hier halt leider die Ausnahme. Aus Kundensicht natürlich zu bedauern, tatsächlich verantwortlich für diese Gebühren sind aber diejenigen Institute, die für ein flächendeckendes Netz an ATMs sorgen und die (ungeliebten) Direktbanken natürlich gerne zur Kasse bitten.
    Zum Glück wird diese Praxis wohl bald beendet werden. Ich tippe mal auf einen 2€ Deckel, wie damals in den “guten” 90er, wo es glaube ich 4DM waren, die maximal zu berappen waren.

  4. Dann schau mal was sich die Banken gegenseitig in Rechnung stellen!!!
    Wenn Du jetzt Kunde bei der Deutschen Bank bist und Geld bei einer Sparkasse abhebst zahlst Du “nur” 10€ (Preis fiktiv da ich den von der Dt. Bank nicht kenne) – die Sparkasse stellt der Deutschen Bank aber Deine Benutzung in Rechnung – das sind zum Teil bis zu 50 Euro!!! Seid froh dass ihr nicht das zahlen müsst.

    Übrigens muß hier erwähnt werden dass leider die Sparkassen die Preistreiber sind und diese sch**ss Regelung mal vom Verbraucherschutz so durchgedrückt wurde. Das waren aber die ersten die geheult haben als Preise um die 10€ bekannt worden.
    Danke lieber Verbraucherschutz!

  5. ja, die ing diba ist schon recht nett zu den zu vor von ihnen geworbenen Kunden.
    Aber wer es sich leisten kann Kunden kurzfristig wieder zu verlieren soll es halt so haben.

  6. Zum Pfändungsschutzkonto kann ich bei der DKB Bank nicht viel sagen. Jedoch bin ich so mit der Bank sehr sehr zufrieden. Und die Gebühren halten wie schon erwähnt sehr in Maßen.

  7. Ich habe noch folgendes gelesen:
    Das DKB- Konto ist zwar als P- Konto billig. Dafür kostet Geld am Automat abheben jedesmal 10€ (!).

    Die Schwäbische Bank wird bei ihrer “MasterCard mit Kontofunktion” Global MasterCard Premium wahrscheinlich monatlich 3€ für die Führung als P- Konto aufschlagen. Zuzüglich der sowieso bestehenden Grundgebühr von jährlich 68€ ist das ganze nicht unbedingt preiswert. Dafür lehnt die Bank keine Kontoanträge ab…

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